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Unterstützte Kommunikation

Unterstützte Kommunikation

Die Unterstützte Kommunikation (UK) beinhaltet Hilfen, die die kommunikativen Möglichkeiten von Menschen, die über keine oder nur schwer verständliche Lautsprache verfügen, erweitern. Hierzu gehören u.a. Piktogramme oder technische Kommunikationshilfen (z.B.Taster, Talker).

Kommunikation bedeutet in Kontakt nach außen zu treten. Auch Klänge können ein Weg sein in Kontakt nach außen zu treten. Die Veeh-Harfe kann hierbei eine Möglichkeit bieten, kommunikative Kontakte zu knüpfen. Dies kann insbesondere einen Weg für nicht-sprechende Menschen sein, sich auszudrücken, sich mitzuteilen.

Im gemeinsamen Umgang können wir die Methode Veeh-Harfe als Hilfsmittel der Unterstützten Kommunikation ausprobieren und anbahnen.

Veeh-Harfe

Veeh-Harfe

Bei der Veeh-Harfe handelt es sich, wie es der Name umschreibt, um ein Saitenzupfinstrument. Die reguläre Notenschrift wird bei diesem Instrument mit Hilfe eines Notenrasters umgeschrieben, das Notenblatt entgegen der „Normalverwendung“ nicht vor dem Spieler platziert, sondern direkt unter die Saiten geschoben. Diese Umsetzung ermöglicht es dem Spieler im Zeitablauf genau zu sehen, welche Saite gezupft werden muss.

Entsprechend den unterschiedlichen persönlichen Voraussetzungen, die jeder einzelne Spieler mitbringt, gibt es Veeh-Harfen mit unterschiedlichem Saitenumfang (Anzahl von Saiten). Ebenso individuell gestaltet sich die Schwierigkeit der Notenblätter (entsprechend der persönlichen Fähigkeiten). Die Veeh-Harfe ist als Instrument chromatisch gestimmt, so dass jede Tonart durch Verschieben des Notenblattes spielbar wird.

Der Spieler erlebt, dass er mit seinem Spiel ein unverwechselbares, einzigartiges Spiel auf der Veeh-Harfe kreiert. Kein Spiel klingt gleich; dies wird insbesondere dann erlebbar, wenn mehrere Spieler gemeinsam spielen. Trotz dem gemeinsamen Spiel (Noten) kann jeder Spieler sein eigenes Spiel entwickeln und hierdurch sein eigenes Temperament entfalten.

Es gibt leise und laute Spieler, manche spielen schnell, andere langsam. Einige Spieler haben ihre ganz eigene rhythmische Interpretation, wieder andere spielen nur die „Hauptnoten“ (schwarzen Noten), weil sie ihnen besser gefallen – und bei allen Spielern ist am Ende der Klang der Saiten zu hören. Dies verbindet die Menschen, unabhängig von ihren Fähig- und Fertigkeiten.